Die Freiwillige Feuerwehr Rechbergreuthen
Die erste Feuerwehr im Landkreis Günzburg wurde am 1.September 1862 in
Ichenhausen gegründet. Bald folgten viele Orte diesem Beispiel und so erreichte das
Hohenlied der freiwilligen Helfer und Retter auch Rechbergreuthen. Im Jahr 1876 wurde die
Freiwillige Feuerwehr in die Stammesrolle des Bayerischen Feuerwehrverbandes eingetragen.
Im gleichen Jahr wurden auch die FFW von Bubesheim, Bühl, Rieden, Großanhausen,
Hafenhofen, Haldenwang, Hammerstetten, Kemnat, Konzenberg, Landensberg, Mönstetten,
Oberwaldbach, Ried, Scheppach, und Waldkirch gegründet. Bis 1880 gab es in den damals
66 Gemeinden des Landkreises Günzburg zusammen mit Gundremmingen, das zu der Zeit
noch zu Dillingen gehörte, 64 Freiwillige Feuerwehren. Eichenhofen hatte sich
Hafenhofen, und Kleinbeuren Wettenhausen angeschlossen. Die Gründung der Freiwilligen
Feuerwehr und ihr Wirken in den ersten 25 Jahren im ersten Dienstbuch der Freiwilligen
Feuerwehr handschriftlich wie folgt festgehalten:
Die Freiwillige Feuerwehr Rechbergreuthen wurde gegründet
im Jahre 1876, den 1. Mai. Es traten ihr sofort 40 Mitglieder bei. Unter der Leitung
des damaligen Kommandanten unter Herrn Josef Dantele kam dieselbe, obwohl sie mit
vielfachen Hindernissen zu kämpfen hatte, noch zustande.
Im Jahr 1880, den ?? April wurde die Freiwillige Feuerwehr Rechbergreuthen durch einen
Feuerreiter alarmiert. Es brannte in Baiershofen und die Freiwillige Feuerwehr
Rechbergreuthen hat sich durch schnelles Beisammensein und durch umsichtiges Eingreifen
auf dem Brandplatz trefflich bewährt.
Im Jahre 1886 rückte die Freiwillige Feuerwehr zu einer Inspektion nach Winterbach.
Im Jahre 1888 den 26.August war Inspektion in Rechbergreuthen.
Im Jahre 1890, den 24. August kam die Freiwillige Feuerwehr nach Winterbach.
Den 14. August 1892 zur Inspektion nach Waldkirch.
Im Jahre 1894 war Inspektion in Winterbach, den 15.Juli, die Freiwillige Feuerwehr
Rechbergreuthen war mit 39 Mann ausgerückt.
Am 25.März 1896 abends 6 Uhr wurde die Meldung gemacht, daß in
dem 4 km entfernten Dorfe Waldkirch ein Brand ausgebrochen sei. Die
Freiwillige Feuerwehr von hier rückte aus und kam um 7 Uhr in Waldkirch auf dem
Brandplatze an, wo sie sich sofort an den Löscharbeiten beteiligte und der Brand
auf seinen Herd beschränkt werden konnte. Nachdem man sah, daß jede
weitere Gefahr ausgeschlossen war, marschierte die Freiwillige Feuerwehr um 9 Uhr
abends vom Brandplatz ab und nach Hause. Der Brand war ausgebrochen durch Feueranmachen
hinter der Scheune durch Kinder und war ein Totalbrand.
Bei der am 30. Januar 1898 stattgefundenen Wahl des Verwaltungsrates wurde das Mitglied
Leonhard Schwab als Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr gewählt. Jedoch infolge
Differenzen legte der selbe das Kommando schon 14 Tage nach der Wahl nieder, und wurde
Martin Kling zum Kommandanten in ............ Weise aufgestellt.
Den 27 Januar 1901, vormittags 8 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert, es brannte bei dem
Bäcker Michael Eisenhofer( Backofen ) doch wurde der Brand im Entstehen gelöscht.
Den gleichen Tag fand abends in der Wirtschaft zum Brenner die Ausschusswahl statt. Es
wurden gewählt zum Vorstand Kaspar Kaifer, zur Zeit Bürgermester. Kommandant
Martin Kling Requisitenmeister Matthias Finster.
Am 16. Oktober 1901 wurden durch das Königliche Bezirksamt für 4 Mitglieder die
Ehrenzeichen für 25 jährige Dienstzeit übersendet, und am 27. Oktober in
entsprechender Weise an die Nachstehenden übergeben.
- Dem freiwilligen Mitglied Kaspar Kaifer zur Zeit Bürgermeister und Vorstand
der Freiwilligen Feuerwehr
- Dem Freiwilligen Mitglied Johann Deibler, Hornist der Freiwilligen Feuerwehr
- Dem freiwilligen Mitlied, Lukas Miehle, Sanitäter der Freiwilligen Feuerwehr
- Dem Freiwilligen Mitglied, Georg Weishaupt
Das freiwillige Mitglied Leonhard Schwab erhielt das Ehrenzeichen.
Als Feuerwehrkommandanten waren bisher tätig :
- Josef Dantele
- Leonhard Schwab
- Martin Kling
- Stegherr Johann
- Dauner Dominikus
- Kaifer Josef
- Baur Michael
- Kling Johann
- Schwab Alois, ab 1994 Ehrenkommandant
- Waller Alfons
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